Blutdruck unter Kontrolle mit Biofeedbacktraining

BiofeedbacktrainingLeben und arbeiten im Einklang mit dem Herzen

Biofeedback ist eine neue Technik und wirkt wie ein Spiegel. Biofeedback macht es uns möglich, Energieräuber und belastende Prozesse im Körper am Computerbildschirm darzustellen und wahrzunehmen. Das Wahrnehmen, wie sich Belastung, Stress und zu lange Aktivierung im Organismus zeigen, hilft die Notwendigkeit zu erkennen, selbstregulative Techniken und Strategien zu erlernen. Es ist nicht schwer und eigentlich ist jeder für Biofeedback geeignet, denn wir lernen nichts Neues. Unser Körper hat die Fähigkeit, sich selbst zu organisieren, zwischen Belastung und Entlastung schnell zu wechseln. Dabei gibt es nur ein Problem, – wir Menschen hören nicht mehr auf unseren Körper. In meiner Praxis sagen Klienten immer wieder, dass sie sich nicht mehr spüren. Demnach merken sie Verspannungen erst, wenn der Schmerz so richtig akut ist.- Wir haben den Kontakt zu uns selbst verloren. Das sind die Ergebnisse unseres Zeitalters.

Das Wort „Bluthochdruck“ sagt ja schon genug aus: es ist zu viel Druck vorhanden. Dieser Druck ist auf die Dauer schädlich. Bevor jedes Training beginnt, ist es vor allem wichtig auch ein Augenmerk darauf zu richten, wo denn dieser Druck herkommt.

Es sind 4 Trainingsschritte notwendig:

  1. Wahrnehmen
  2. Erkennen 
  3. Verstehen
  4. V-erändern

Wahrnehmen:

Die Technik des Biofeedback macht es möglich, dass wir Körperprozesse wahrnehmen können, die uns nicht bewusst sind.

Gemessen werden

  • Atmung
  • Atemfrequenz (Atemzüge pro Minute),
  • Pulsfrequenz, Pulsamplitude (zeigt die Veränderung des Gefäßsystems)
  • Muskelspannung
  • Fingertemperatur
  • Hautleitwert (zeigt die Aktivierung, die Bereitstellung von Energie an)

Alle gemessenen Werte werden am Bildschirm dargestellt und die Veränderungen rückgemeldet.

Atmung, Herzschlag, etc werden zwar vom autonomen Nervensystem gesteuert, aber indirekt können wir darauf Einfluss nehmen. Bei Energiebereitstellung (Aktivierung), wird unser Herzschlag schneller, die Atmung schneller und flacher, das Gefäßsystem verengt sich, die Muskeln werden angespannt, die Fingertemperatur sinkt. Bei Entspannung passiert das Gegenteil. Bei chronischer Anspannung, Unruhe, oder Belastung kommt der Körper nicht mehr zur Ruhe – er kann nicht regenerieren, es kommt zum Verschleiß. Das Ziel sollte also sein, dem Körper das notwendige Wechselspiel zwischen Aktivierung und absoluter Ruhe zu gönnen, um gesund zu bleiben.

Ein sogenannter Stressreaktionstest mit dem Biofeedbackgerät kann am Bildschirm zeigen, wie dem Betreffenden Loslassen und Entspannung gelingt, wie der Körper auf Erwartungshaltung reagiert, auch wie schnell sich die gemessenen Werte nach einem Reiz wieder beruhigen, bzw.  welcher Wert die längste Zeit zur Regeneration benötigt.

Besonders spannend ist es, zu beobachten, wie sehr eine Erwartungshaltung die Körperwerte verändern kann. Meistens klagen Klienten, dass sie am Sonntag Nachmittag schon unruhig werden und auch schlecht schlafen, weil sie sich ueber das Arbeitspensum, oder einen Termin, der am Montag auf sie wartet, schon Gedanken machen. Planen und Visualisieren ist ja erlaubt, aber muss dabei so viel Energie produziert werden, oder die Muskeln sich dabei anspannen? All das ist dem Klienten nicht bewusst. Verändern kann er aber nur dann etwas, wenn er es genau wahrnimmt und die Zusammenhänge erkennt.

Wobei wir beim  Schritt 2, dem Erkennen angekommen sind. Die individuellen Zusammenhänge zwischen Beschwerden, Anspannung, Unruhe, Belastung, Stress zu erkennen ist ein wesentlicher Schritt. Die Reaktionen sind sehr individuell, denn jeder Mensch ist ein Unikat.

Wie geht es Ihnen als Leser gerade? Halten Sie gerade Ihren Atem an? Oder runzeln Sie die Stirn, um sich besser konzentrieren zu können?

Verstehen

Im Organismus regeln zwei große Systeme die Homöostase, das innere Gleichgewicht:

  • das sympathische System – zuständig für die Aktivierung;
  • das parasympathische System – zuständig für die Erholung und Regeneration.

Der Vagus (der 10. Hirnnerv) ist Teil des parasympathischen Systems, das für die Ruhefunktion des Körpers zuständig ist und im Besonderen für das Herz-, Kreislaufsystem. Er gilt auch als Balance zwischen Seele und Körper. Eine Blockade oder Abschwächung der Vagustätigkeit ist z.B. zu 80 Prozent an einem Herzanfall beteiligt. Das Anfallsende ist durch einen Wiederanstieg der Vagustätigkeit gekennzeichnet. In den ersten zwei Wochen nach einem Infarkt gibt  Aufschluss darüber, wie groß die Überlebenschancen des Betroffenen sind.

Chronischer Stress, Ärger, unterdrückte Emotionen und große seelische Belastungen können den Vagus schwächen und die Tendenz, einen Herzanfall zu erleiden, verstärken.

Wer zu innerer Ruhe kommen möchte, muss verstehen, welchen Einfluss

  • seine Gedanken, Bewertungen, Grübeleien
  • eine unruhige Atmung
  • angespannte Muskel auf den Organismus haben.

Verändern mit Biofeedbacktraining

Zum Verändern habe ich ein biofeedbackunterstütztes Trainingsprogramm asti  TH Herz erarbeitet.

Link für Interessierte: www.pirker-binder.at/biofeedback

 

 

 

 

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