Mediation für Grübler & Sorgenmacher – meditatives stricken!

In der sogenannten guten alten Zeit war es für viele Familien notwendig, Kleider selber anzufertigen, zu nähen, stricken, häkeln oder sticken. Einkaufen war sehr teuer, vor allem für Eltern mit mehreren Kindern. Heute ist stricken eher ein luxuriöses Hobby. Eine gute Wolle ist nicht billig. Aber wie jedes Hobby, bei dem die Aufmerksamkeit auf das Tun gerichtet ist, hilft es dem Gedankenchaos Herr zu werden.

Meditatives Tun als Gedankenstopp

Ich kann mir schon vorstellen, wie Sie den Kopf schütteln über diese Idee. Als ich letztes Jahr in Norwegen unterwegs war, fiel mir auf, dass fast überall gestrickt wurde, im Flieger, im Boot, in der Lounge. Einfach überall, wo man hinsah, wurden tolle Ideen aus Wolle umgesetzt. Natürlich war es am Anfang befremdlich, doch die Menschen sahen dabei so entspannt aus.

Wieder zurück erinnerte ich mich daran, dass ich in meiner Jugend viel gehandarbeitet habe und es hatte mir immer Spaß gemacht. Ich wollte wissen, ob es auch heute noch Freude machen kann. Gesagt, getan, es funktioniert noch immer. Aber das Beste daran, ist das meditative Tun. Es eignet sich als therapeutische Intervention vor allem für Menschen (männlich oder weiblich), die das Grübeln, Nachdenken und Sorgen machen einfach nicht lassen können.

Gelenkte Aufmerksamkeit als Entspannung

Abgesehen davon, dass man zum Stricken, wie bei jedem Hobby, einen angenehmen Ort aufsucht, sei es der Lieblingssessel, der Ohrenfauteuil, eine bequeme Coach, oder auch die Flugzeuglounge, entspannt nicht nur der Ort selber, sondern auch das Tun selbst.

Während sie sich den Nadeln und Maschen widmen, bleibt ihr Auge immer auf demselben Punkt auf der Stricknadel, der gerade zu strickenden Maschen und den Faden gerichtet. Das bedeutet eine konzentrierte, gerichtete Aufmerksamkeit. Ist das Auge längere Zeit auf einen Punkt gerichtet, fällt man unwillkürlich in eine Art Trance, wie z.B. beim Autofahren, wenn man plötzlich an seinem Ziel ankommt und nicht weiß, wie man dorthin gelangt ist. Ähnlich ist es bei den Computerspielen. Deshalb fällt das Aufhören immer so schwer.

Sich in Trance zählen

Sie können also nicht gleichzeitig ihre Aufmerksamkeit auf ihr Strickwerk richten und gleichzeitig grübeln; am besten funktioniert es mit einem einfachen Zählmuster. Wenn sie dabei noch die Zunge vom Gaumen lösen, ist der Weg zur geistigen Entspannung, Grübel- und Gedankenstopp geöffnet. Entspannen sie dabei den Körper und vergessen sie das Atmen nicht, genussvoll mit dem Bauch.

Aber es gibt noch weitere Vorteile des meditativen Strickens, wie zum Beispiel die Vorfreude. Kreative Gedanken über das geplante Strickwerk, die Auswahl der Farbe und Wolle, all das bringt neue Ideen und lenkt vom Alltagsstress schon vor Beginn konstruktiv ab.

Während des Strickens ist man ganz auf die Arbeit konzentriert, abgelenkt von sich selber und hingewandt auf das wachsende Ziel.

Meditatives Stricken ist genderneutral.

Probieren sie es einfach aus!

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Ihre Ingrid Pirker-Binder


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